Kommentare zum Gesundheitszentrum

Viktor Greiling schreibt zum Beitrag Gesundheitszentrum folgenden Kommentar:

  1. Juni 2017 um 18:26

Warum wird diese Seite/ diese Forum augenscheinlich von den verantwortlichen Politikern gemieden?
Ich finde hier viele Argumente gegen den Bebauungsplan, aber keine Reaktion oder Erläuterung der Verantwortlichen, die doch eigentlich auch Argumente/Interessen haben müssen. Ich bin sicher, dass viele die wie ich diese Seiten lesen, auch gern die andere Seite hören würde. Diese hüllt sich jedoch in Schweigen. Eigentlich sehr schade! Ich würde es drastisch ausgedrückt als politisches „Kommunikations-Desaster“ bezeichnen. Denn ob die gewählten Vertreter wirklich das Beste für Hohwacht herausholen bleibt so leider fraglich.

 

 

Darauf antworte der Autor:

Sehr geehrter Herr Greiling,

gerne nehme ich zu Ihrem Kommentar Stellung, zumal es meine letzte Äußerung im Rahmen dieses Blog sein wird.

Zur Demokratie gehört nicht nur die Einhaltung der Legalität, sondern auch Legitimität, d.h. die öffentliche Debatte und Diskussion. Diese Einstellung wird von der Gemeinde Hohwacht nicht geteilt.

Nützliche Einwände werden stillschweigend angenommen, wie es wohl mit dem weitgehenden Streichen eines medizinischen Überbaus für das „Gesundheitszentrum“ geschehen ist und mit anderen Plänen (Check Up einschließlich Genotypisierung; Burnout-Klinik für gestresste Manager ) geschehen war. Ansonsten aber scheut die Gemeinde den Diskurs und beantwortet Kritik mit Diskriminierung und Repression.

 

Nachdem ich meine 4 Kommunalpolitischen Schlaglichter (Finanzen, Tourismus, Gesundheitszentrum und Ausblick) veröffentlicht hatte und den gemeindlichen Umgang zu einer „open petition“ in Sachen Küstenbebauung kritisiert hatte, erfolgte eine scharfe politische Replik mit unwahren Unterstellungen auf der homepage der Gemeinde. U.a. wurden mir Korruptionsvorwürfe unterstellt, die ich gar nicht erhoben hatte.

Die Polemik wurde durch den Aushang im öffentlichen Benachrichtigungskasten mit unsäglichen Auslassungen  eines Strandkorbwärters ergänzt, der – unter Druck – um seine Existenz fürchtete und sich von der Gruppe der Kritiker zu distanzieren suchte.

Nachdem ich mir erlaubt hatte, eine Sitzung der Gemeindevertretung zu kommentieren und den einzigen zustimmenden Beitrag für die gemeindliche Politik mit der Bemerkung gekennzeichnet hatte “ von der Ehefrau eines Großauftragnehmers „, einer Formulierung die vom Fraktionsvorsitzenden der CDU als „Denunziation“ bezeichnet wurde, erhielt ich öffentliches Redeverbot im Rahmen von Einwohnerfragestunden mit Verweis auf mögliche schriftliche Anfragen. Im Protokoll war dann von einem Verhalten “ unter der Gürtellinie“ die Rede.

 

 

Schon die Anforderung von Dokumenten  – wie dem Volltext der Machbarkeitsstudie Gesundheitszentrum, gelang erst nach Anrufung des  Verwaltungsgerichts und die zweimalige Verweigerung einer elektronischen B-Plan Übersendung wäre ohne Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz und die Einschaltung des Datenschutzbeauftragten SH wohl nicht korrigiert worden.

Nein, die Gemeinde hat m.E. kein Interesse, ihre weitreichenden Pläne, vor allem die Baupolitik, öffentlich zu diskutieren.

Wenn die genehmigten und geplanten Bauten von Ferienwohnungen realisiert sind, hat sich die Bettenzahl in Hohwacht seit 2014 um 500 bis 600 erhöht, das sind ca 30 % des gegenwärtigen Bestands. Die Auswirkungen auf die Kleinvermieter muss ich nicht schildern. Die Zerstörung des kleinteiligen Ortsbildes durch Maximalausnutzung der neu bebauten Grundstücke, ist bereits jetzt weithin sichtbar. Die Attraktivität für Erstwohnsitze leidet erheblich. Dabei sind es diese, die zusammen mit den Steuern zahlenden Zweitwohnungsbesitzern und öffentlichen Schlüsselzuwendungen die Gemeinde finanzieren.

 

Die gemeindliche Baupolitik zerstört den Charme des ehemaligen ruhigen kleinen Ortes, der die eigentliche touristische Anziehungskraft ausübt, in kürzester Zeit.

Den Nutzen haben auswärtige Baufirmen, auswärtige Investoren und Käufer, jedoch nicht einmal die Gemeindekasse und der hoch defizitäre Kurbetrieb profitieren wesentlich von den spärlichen Beiträgen aus Tourismus- und Kurabgabe. Zweitwohnungssteuer fällt nämlich bei kommerzieller Vermietung nicht an.

Vielleicht ist Frau Vonnemannn so freundlich, Ihnen  meine früheren und inzwischen gelöschten Beiträge über “ Finanzen“ und „Tourismus“ zu senden.

 

Jürgen Schmidt
27.06.2017

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s