Bürgermeister muss nachbessern: Umwidmung des Waldweges war rechtswidrig

Nachdem unser Rechtsanwalt den Kreis Plön, die Stadt Lütjenburg und die Forstbehörde auf das fragwürdige Vorgehen bei der Umwidmung des Waldweges hingewiesen hatte, musste am 2.12.2013 in der Gemeinderatsversammlung erneut darüber entschieden werden.

Und so hieß es dann unter Punkt 15 der Gemeinderatsversammlung vom  2.12.2013:
Antrag auf Umwandlung eines Waldweges in einen öffentlichen Weg zwischen den Straßen Waldstraße und Reiherstieg“

Wie der Bürgermeister auf der Versammlung einräumte, hatte er es nicht für nötig gehalten, die Umwidmung von Waldfläche mit der Forstbehörde abzusprechen. Dieser Fehler sei jedoch, so seine Worte, leicht zu heilen durch die Zahlung einer Strafe oder das Anlegen einer Ausgleichsfläche. Und so musste erneut über die Umwandlung eines Waldweges in einen öffentlichen Weg abgestimmt werden. Dieser Antrag fand sofortige Zustimmung. Alle Gemeinderatsmitglieder hoben in Windeseile ihre Hände.

Der Bürgermeister trug diesen Tagesordnungspunkt samt Erklärung derart schnell vor, dass der ganze Vorgang weniger als zwei Minuten dauerte. Den Zuhörern war es kaum möglich, den Ausführungen akustisch und damit auch gedanklich zu folgen.

Trotz der Kürze der Zeit war an diesem Vorgang Vieles bemerkenswert: So bestand seitens der Gemeindevertreter keinerlei Diskussionsbedarf. Nicht ein einziges Mitglied des Gemeinderats hatte Probleme damit, die Widmung durchzuwinken und damit das Bauvorhaben im Reiherstieg überhaupt erst möglich zu machen. Diese Umwidmung lehnen die Anlieger jedoch geschlossen ab. Ohne Umwidmung hätte nicht gebaut werden dürfen. Außerdem wurde deutlich, dass sich der Gemeinderat in seiner Gesamtheit gegen die Interessen der Anwohner stellt.  Trotz massiver Proteste wird das Vorhaben stur und weiterhin ohne Einbeziehung der Anlieger durchgeboxt. Aus Sicht der Anlieger stellt der Gemeinderat, bestehend aus Jürgen Bakker, Wolfgang Bünjer, Christoph Bünz, Klaus-Dieter Dehn, Iris Dencker, Carsten Kühl, Wolfgang Lilienthal, Karin Schöning, Volkmar Thiele, Gerhard Weiß und Bürgermeister Potrafky, damit seine ganze Kraft geschlossen in den Dienst der Firma Domus.

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