DOMUS auf Good-Will-Tour

Mit artigem Dank, in Hohwacht „bauen zu dürfen“, schönen Worten, verharmlosenden Bildern und bewusst falscher Perspektive bemüht sich derzeit die Firma Domus per Flyer um „Klarstellung zum Neubau Reiherstieg 12“. Das Titelbild kommt idyllisch und harmlos daher: Ein kleines Häuschen im Vordergrund rechts, ein einzelner Neubau weit hinten links, dazwischen viel Grün und alter Baumbestand. Schön!  Was soll daran falsch sein? Vieles!

Beginnen wir bei den dargestellten Bäumen. Es gibt sie mittlerweile nicht mehr. Sie haben die erste Baumaßnahme nicht überstanden und wurden abgeholzt, und dies, obwohl sie Teil eines Knicks waren. Nur ein einzelner krüppeliger Baum hat die Abholzaktion überstanden. Auf besagtem Bild fehlt er jedoch und wurde stattdessen durch alten Baumbestand ersetzt.

Falsch und bewusst irreführend ist auch die gewählte Bildperspektive. Sie soll suggerieren, dass beide Baukörper so unterschiedlich gar nicht sind, weder im Volumen, noch von der Bauhöhe. Bei der gezeigten Darstellung müsste sich der Betrachter jedoch auf der Einfahrt des Grundstückes Waldstraße 17 befinden und am dortigen Haus vorbei auf das Grundstück Reiherstieg blicken. Aus einer solchen Perspektive ist naturgemäß das weiter Entfernte kleiner als das, was näher beim Betrachter liegt. Stellt man aber die beiden geplanten Häuser dem Haus Waldstraße 17 und dem Haus Reiherstieg 12 direkt gegenüber, so, wie es vorgesehen ist, zerbricht die gezeichnete Idylle.

Aussagekräftig ist auch die Tatsache, dass in keiner der gezeigten drei Abbildungen das gesamte Ausmaß des Bauvorhabens gezeigt wird. Jede Zeichnung zeigt lediglich ein einziges Mehrfamilienhaus. An keiner Stelle wird ersichtlich, dass im Mindestabstand zum ersten Haus ein weiteres, ebenso großes erbaut wird. Selbst auf der Homepage der Firma Domus wird das Hohwachter Bauvorhaben als einzelner Baukörper dargestellt. Verständlich, möchte man doch in seinen Ferien „… ein gemütliches Zuhause mit ganz viel Privatsphäre… “ genießen (vgl. Domus-Homepage „Aktuelle Bauvorhaben an der Ostsee“).

Erwähnt wird auch nirgends, dass jeder Quadratzentimeter des Grundstücks bis zum Äußersten genutzt wird. Das Bauvolumen ergibt sich allein aus der maximalen Ausnutzung gesetzlicher Vorgaben. So wird gerade eben der Mindestabstand zu den Nachbarhäusern eingehalten und die rechtliche Möglichkeit genutzt, die geplanten Holzschuppen und Müllcontainer zu einem Großteil direkt auf die Grenze zum Nachbargrundstück zu setzen. Selbst die Größe der Rasenfläche ergab sich aus Paragraphen: Zu Wäldern muss ein Mindestabstand von 30 Metern eingehalten werden. Ganz genau nahm man es hier aber nicht.

In einem Punkt können wir der Firma jedoch Recht geben. Als Anliegergemeinschaft, und hiermit sind nicht nur die direkt Betroffenen oder ausschließlich Frau Gutmann gemeint, haben wir ein ganz persönliches Interesse daran, dass das Bauvorhaben in der geplanten Form nicht realisiert wird. Wir möchten die Umgebung, die uns lieb ist, die wir schätzen und die uns am Herzen liegt, nicht durch finanzielle Interessen Einzelner zerstört wissen. Dass den Anwohnern und Frau Gutmann an unzähligen Stellen immer wieder Eigennutz unterstellt wird, heißt mit zweierlei Maß zu messen. Was, wenn nicht Eigennutz, verleitet Domus dazu, in Hohwacht zu bauen? Gemeinnützigkeit ist seitens der Firma Domus bestimmt nicht im Spiel. Domus und speziell deren Eigentümer Herr Trautmann ist sicher sehr daran gelegen, den Gewinn aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen abschöpfen zu können.

Verfasser: Anwohner der Waldstraße

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